Mittwoch, 14. Juni 2017

Dove Blouse von Megan Nielsen

Als ich vor ein paar Wochen Sindys tolles Kleid aus einem indischen handbedruckten Stoff sah, habe ich mir den Stoff sofort bestellt und das Inari Dress nachgenäht.

Aber es gab in dem Shop noch mehr tollen handbedruckten Stoff, ideal für eine Dove Blouse von Megan Nielsen, da der Stoff schön leicht ist und schön fällt.
Ich habe mich für diesen schwarzen Stoff mit den etwas unregelmäßigen weißen und grauen Punkten entschieden. (Hier gibt es ihn übrigens auch noch in blau)





Die Bluse gibt es in drei Ärmelvarianten: gerade geschnittener 3/4 Ärmel, Trompetenärmel aus einem 1/3 Kreis und Trompetenärmel aus einem halben Kreis. Ich habe mich für die mittlere Variante entschieden.












Mir gefällt der Schnitt wirklich sehr gut. Die Bluse ist schnell genäht und ein paar Verarbeitungs-Details haben mir sehr gut gefallen. Das Umsäumen der Ärmel habe ich so noch nie gemacht. Die Ärmelkante wird knapp umgeschlagen, wieder zurückgeschnitten und nochmal umgeschlagen. So entsteht ein schöner dünner Saum.








An der Unterkante wird die Bluse mit einem passenden Beleg vorstürzt. Die Passform fand ich auch auf Anhieb ganz gut, geändert habe ich nichts.




Die Ärmel sind natürlich nicht 100% alltagstauglich oder zumindest im Umgang zunächst gewöhnungsbedürftig, da man doch das eine oder andere Mal irgendwo hängen bleibt. Trotzdem gefällt mir der Trend momentan so gut, dass ich überlege die extremere Variante mit dem Halbkreisärmel aus einem noch leichteren Stoff zu nähen.

Der MeMadeMittwoch wird heute von Wiebke in einem sehr schönen ärmellosen Vintage Shirt Dress moderiert. Außerdem stellt sie die Frage, ob wir eher unifarbene oder gemusterte Stoffe vernähen bzw. auf Lager haben. Bei mir sind die gemusterten Stoffe meistens die Spontankäufe ohne konkretes Projekvorhaben. Die unifarbenen kombinationsfreudigeren Stoffe kaufe ich eher projektbezogen ein. Das war früher anders. Da stapelten sich sehr viele unifarbene Stoffe in meinem Lager und raubten mir teilweise die Lust am Nähen, weil ich einfach viel zu viele davon hatte. Die meisten davon habe ich Dank der Stoffdiät, einer tollen Aktion von Küstensocke, inzwischen verbraucht.


LG
Angela

Mittwoch, 31. Mai 2017

Ansa Butterfly Sleeve Dress von named

Zur Zeit bin ich im Named-Fieber! Ich hatte zwar letztes Jahr schon das Selja Knot Tee von named genäht und für den MeMadeMittwoch - damals übrigens auch ausgerechnet vor dem blühenden Ginster- fotografiert. Aber anschließend hatte ich den weiteren Schnittmustern keine Beachtung geschenkt. 

Als ich vor kurzem das Tuuli-Kleid nähte, habe ich mir die anderen Named-Schnitte nochmal ganz genau angeschaut und finde inzwischen viele richtig toll, sehr modern, raffiniert und doch tragbar.  

Die Anleitungen lassen sich gut runternähen und sind zugleich eine Bereicherung der eigenen Nähkenntniss, da teilweise Verarbeitungstechniken gezeigt werden, die ich so noch nicht kannte.

Aber nun zum heutigen Kleid, dem Ansa Butterfly Sleeve Dress:

 

Das Kleid habe ich auf dem wunderbaren Nähwochenende Sewing by the Sea genäht, das wie immer perfekt und toll von Alexandra von Mamamachtsachen organisiert wurde.
Mal so richtig viel Zeit zum Nähen zu haben ohne sich um Alltagskram zu kümmern ist einfach schön. 





Und so konnte ich mich dem Kleid an dem langen Wochenende ausführlich widmen. Es war mein Zweitprojekt, und hat mich am wenigsten Zeit gekostet. Schon bei der ersten Anprobe hat das Kleid ganz gut gepaßt, Anpassungen habe ich dann auch keine mehr vorgenommen. Ich bin bei den Anproben meiner selbstgenähten Kleidung meistens gar nicht kritisch, wahrscheinlich weil ich zu ungeduldig bin, außer es paßt irgendetwas ganz offensichtlich nicht. 
Ansonsten trage ich die Sachen lieber erstmal und ändere später noch, wenn mir was nicht gefällt.


Der Stoff für dieses Kleid ist eine Art Viskose und nennt sich Lyocell bzw. Tencel  (= Eigenname). Was auf der Seite über die Faser steht, kann ich bestätigen: "Textilien aus Tencel sind saugfähiger als Baumwolle, sanfter als Seide und kühler als Leinen"

Bestellt habe ich den Stoff hier.



Allerdings knittert der Stoff sofort, wenn man das Kleid nicht auf den Bügel hängt, sondern nur irgendwo ablegt. Aber aufgebügelt ist es eigentlich sehr schnell.







Beim heutigen MeMadeMittwoch zeigt uns Sibylle das Lempidress von named. Der Schnitt würde mich auch interessieren!
LG Angela



Montag, 8. Mai 2017

Stoffdiät Update Mai 2017

Nähtechnisch liegen zwei sehr produktive Monate hinter mir. Dafür musste das Bloggen ein wenig in den Hintergrund treten, was aber auch zum großen Teil daran lag, dass ich keine Zeit zum Fotografieren gefunden habe, was wiederum am Wetter lag und leider aktuell noch liegt.

Mein Fazit zu März und April:

Im März habe ich "nur" 5 m Stoff verbraucht für:

- ein Archer Shirt (Grainline)
- den Trench Luzerne (Deer and Doe)

Im April aber sind es 28,3 m (!) für:

3 Kleider: einmal Tuuli, zwei Inaris (named)
2 Shirts: Kimono Tee und Blair Batwing Shirt (named)
3 Jeans: 3 mal Ginger (Closet Case Files)
3 Blusen: Nähtrends (--> wegen schlimmer Passformprobleme gleich ab in den Müll),
                Sophie (Schnittchen), Dove Blouse  (Megan Nielsen)
4 Schlafanzughosen burda (2 x Kind, 1 x Mann, 1 x für mich)
1 Rock: Pulmu Skirt (named)


Somit habe ich dieses Jahr von Januar bis April schon 38,3 m Stoff vernäht.

Aber auch 12,4 m gekauft, weil ich für zwei Kleider keinen passenden Stoff hatte. Außerdem hatte "Die Komplizin" an einem Sonntag Tag der offenen Tür. Auch da konnte ich nicht widerstehen und habe einen Jersey für das Batwing Shirt:



 und zwei Wintermantelstoffe gekauft:



Letztere sind Stoffe, nach denen ich letztes Jahr vergeblich gesucht hatte und für die ich auch schon konkrete Projekte im Sinn habe.

  
Ein paar Stoffe habe ich noch verschenkt,. Ich habe meine Stoffe nochmal grob durchgezählt und komme auf einen aktuellen Bestand von ca. 26 m.

Das geht ja eigentlich...


Wie soll es weitergehen?

Die letzten Meter Stoff werde ich noch vernähen. Die meisten Stoffe sind schon fest verplant.
Mein Ziel ist es nicht mehr so viele Stoffe auf einmal zu kaufen und zu sammeln, um mich von dem Stoffberg nicht unter Druck gesetzt zu fühlen.
Ich möchte während der Stoffdiät für mich eine Balance finden. Ich will einerseits versuchen meine Nähprojekte so zu planen, dass sie meine Garderobe sinnvoll ergänzen. Dies ist die vernünftige Seite. Andererseits ist Nähen aber meine Leidenschaft. Schwärmerei für Materialien und Schnitte, Ausprobieren und Spaß gehören einfach dazu.
Der erste Härtetest steht jetzt im Mai bei einem Besuch am Maybachufer an!

Küstensocke, die die tolle Aktion Stoffdiät auf ihrem Blog organisiert, fragt noch nach unseren Tipps für hohen Stoffverbrauch?
Ich habe ja meine Familie mit Schlafanzughosen benäht. Die Hosen sind schnell genäht und man kann so in kurzer Zeit viel Stoff verbrauchen. Das erschöpft sich natürlich irgendwann, denn Schlafanzughosen in rauen Mengen braucht kein Mensch. Aber immerhin konnte ich dadurch Stoffe verbrauchen, die mir für Blusen nicht mehr so 100% ig gefielen.

Ich bin gespannt, wie es den anderen Teilnehmerinnen des Projekts "Stoffdiät" ergeht. Bei Küstensocke gibt es wieder eine Linksammlung.

LG
Angela

Sonntag, 16. April 2017

FJKA 2017 - Finale

Heute ist das Finale des Frühlingsjäckchen-Knit-Alongs 2017!

Begonnen habe ich den Knit-Along mit einer Jacke im Webmuster, ganz klassisch in fünf Teilen gestrickt und zusammengenäht. Die Jacke bekam anschließend noch ein Futter und ich habe die Kanten mit einem Band eingefaßt.
Die ursprüngliche Idee dafür ein Ripsband zu verwenden, musste ich wieder verwerfen, da es sich am Halsausschnitt nicht gut in die Rundung legen ließ. Also habe ich das Band aus einem Leinen-Stretchstoff selbst zugeschnitten. Das hat besser geklappt.
Die Jacke ist ziemlich warm, eigentlich eher herbstlich.... Aber sie paßt dann doch irgendwie zu den jetzigen kühlen Frühlingstemperaturen.


































Und dann ist gestern Abend in letzter Minute noch meine Zweitjacke Chanel-Blues, nach der Anleitung von Jutta von Hinterm Stein, fertig geworden. Ich konnte sie tatsächlich auch noch schnell zwischen zwei Hagelschauern fotografieren, als die Abendsonne auf einmal zum Vorschein kam.

Die Jacke war (und ist leider immer noch) sehr sehr weit geraten, vor allem die Ärmel. Nach einem radikalen Waschgang in der Waschmaschine bei 40° C ist die Jacke zwar geschrumpft, kommt mir aber noch immer sehr weit vor!
Vielleicht muss ich da nochmal ran oder ich trage grundsätzlich immer Blusen darunter.









Ich wünsche Euch allen einen schönen Ostersonntag. Vielen Dank an Sylvia und Luise, die den FJKA auf dem MeMadeMittwoch organisiert haben.

LG
Angela




Mittwoch, 5. April 2017

Tuuli Kleid

Das Motto des heutigen MeMadeMittwochs lautet "Frühlingserwachen".
Deswegen zeige ich heute mein erstes in diesem Frühling genähte Kleid bei frühlingshaftem Wetter.

Ja, ich musste es auch unbedingt tun: Das Tuuli-Kleid von Named nähen. Nachdem ich so schöne Exemplare z.B. von Nina, Monika, Yvonne und Sandra, um nur einige zu nennen, bewundert habe.


Ich hatte noch einen dunkelblauen Stoff vom Maybachufer in ausreichender Menge in meinem Vorrat. Na ja, nicht ganz ausreichend, denn ich hätte gerne noch einen Gürtel genäht, aber dafür war am Ende dann doch nicht genügend übrig.
Der Stoff ist sehr dunkelblau, fast schwarz und leicht meliert. Das läßt sich auf den Fotos leider nicht so gut darstellen.







Wie viele andere schon beschrieben haben, ist die Größenfindung nach der Maßtabelle etwas kniffelig. Ich hätte wohl doch eine Größe kleiner nehmen können. Ich werde das Kleid mal probeweise tragen und dann eventuell nochmal anpassen.

 




Ich habe das Oberteil etwas verlängert, die Teile gedoppelt, in die Taillennaht ein Gummiband eingenäht, die Säume von Hand angenäht und die Rocklänge so belassen. Das war´s. Ansonsten gibt es zum Nähprozeß nichts Besonderes zu berichten. Das Kleid läßt sich wirklich gut an einem Nachmittag nähen.






Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das Kleid so im Alltag bewährt. Danach entscheidet es sich für mich immer erst, ob ich unbedingt noch mehrere Varianten brauche.

Die Frage beim heutigen Motto-Tag auf dem MMM-Blog, ob sich der Frühling auf unser Nähverhalten auswirkt, kann ich ganz klar mit "Ja" beantworten. Sobald es draußen wärmer wird, habe ich nämlich keinen Antrieb mehr dicke Stoffe zu verarbeiten. Ich räume zu dieser Zeit auch immer meinen Kleiderschrank um und miste bei der Gelegenheit gleich ein bißchen aus. Das sind dann meistens Kleidungsstücke, die ich den ganzen Winter nicht einmal getragen habe oder Kleidungsstücke für den Sommer, die mir so gar nicht mehr gefallen. Es sind in letzter Zeit natürlich auch vermehrt selbstgenähte Teile dabei, die ich entsorge, bei denen mir die Trennung natürlich etwas schwerer fällt als bei Kaufkleidung. Aber es ist trotzdem eine Befreiung, wenn ich anschließend in meinem Schrank eine kleinere aber feinere Auswahl an Kleidungsstücken habe, die ich wirklich mag und gerne trage.

Wie immer bin ich sehr gespannt, was Ihr heute auf dem MeMadeMittwoch zeigt.


LG
Angela


Mittwoch, 29. März 2017

Trench Luzerne

Deer and Doe hat in diesem Frühjahr gleich drei neue Schnittmuster herausgebracht. Eines davon ist der Trench Luzerne:

Bei all meinen Nähprojekten für dieses Jahr möchte ich meine Stoffdiät berücksichtigen. Also kam auch für dieses Projekt nur ein Stoff aus meinem Vorrat in Frage.
Aus dem Stoff wollte ich schon immer einen Trenchcoat nähen, hatte aber leider nur 3 m davon. Deshalb hat er für viele Mantelschnitte nicht gereicht. Für den Trench Luzerne werden zwar auch offiziell 3,50 m benötigt, das ist allerdings sehr großzügig bemessen. Die 3 m haben ohne Probleme gereicht.


Ich habe mir den Papierschnitt aus Frankreich bestellt und dachte eigentlich, dass ich ihn dann nur noch ausschneiden brauche. Leider falsch gedacht, denn zwei Schnittteile liegen auf dem Bogen aufeinander und müssen abgepaust werden. Alle anderen Schnittteile lassen sich allerdings ausschneiden. Ganz so schlimm ist es also nicht.
Das Nähen selbst fängt gleich mit einer Herausforderung an: Die Paspelknopflöcher! Ich habe noch nie welche genäht. Mir ist aber die Vorgehensweise plausibel, weil ich doch schon öfter Paspeltaschen genäht habe.
Es war allerdings gar nicht einfach durchzublicken, auf welches Schnittteil nun die Knopflöcher und auf welche Stoffseite jeweils die Streifen aufgelegt werden. Das hat mich doch einiges an Zeit gekostet.

Danach geht das Nähen zügig voran. Etwas aufwändig, aber nicht schwierig, sind die Schrägbandeinfassungen der Nahtzugaben. Der Trench ist also ungefüttert.





Bei den Gürtelschlaufen musste ich noch etwas mogeln. Eigentlich hätte ich wissen müssen, daß bei den Deer and Doe Schnittmustern die Taille bei meiner Körpergröße von 1,77 m immer 4-5 cm zu hoch sitzt. Das hatte ich z.B. hier erst zuletzt festgestellt, aber im Näheifer wieder völlig verdrängt. Die Taille saß bei dem fertigen Trench jedenfall viel zu hoch. Ich habe dann die Schlaufen einfach nach unten versetzt. Zum Glück sind die seitlichen Taschen so groß, dass ich trotzdem noch bequem die Hände in die Taschen stecken kann.
Den Gürtel würde ich beim nächsten Mal auch auf jeden Fall länger machen. So wie er ist, ist er wirklich sehr mickrig.





Der Mantel sitzt im Oberkörperbereich schon sehr figurbetont. Das muss man wissen. Vielleicht hätte ich doch eine Nummer größer nähen sollen, denn ein etwas dickeres Oberteil werde ich unter dem Mantel nicht tragen können.














Hier nochmal die Innenansicht mit den Schrägbandeinfassungen. Endlich konnte ich etwas von zwei Rollen hellblauem Schrägband, das mal für einen ganz anderen Zweck vorgesehen war, verbrauchen.

Endlich, endlich ist der Frühling im Anmarsch. Deswegen gibt es heute auf dem MeMadeMittwoch Blog bestimmt viel Frühlingskleidung zu sehen.

LG
Angela