Sonntag, 16. April 2017

FJKA 2017 - Finale

Heute ist das Finale des Frühlingsjäckchen-Knit-Alongs 2017!

Begonnen habe ich den Knit-Along mit einer Jacke im Webmuster, ganz klassisch in fünf Teilen gestrickt und zusammengenäht. Die Jacke bekam anschließend noch ein Futter und ich habe die Kanten mit einem Band eingefaßt.
Die ursprüngliche Idee dafür ein Ripsband zu verwenden, musste ich wieder verwerfen, da es sich am Halsausschnitt nicht gut in die Rundung legen ließ. Also habe ich das Band aus einem Leinen-Stretchstoff selbst zugeschnitten. Das hat besser geklappt.
Die Jacke ist ziemlich warm, eigentlich eher herbstlich.... Aber sie paßt dann doch irgendwie zu den jetzigen kühlen Frühlingstemperaturen.


































Und dann ist gestern Abend in letzter Minute noch meine Zweitjacke Chanel-Blues, nach der Anleitung von Jutta von Hinterm Stein, fertig geworden. Ich konnte sie tatsächlich auch noch schnell zwischen zwei Hagelschauern fotografieren, als die Abendsonne auf einmal zum Vorschein kam.

Die Jacke war (und ist leider immer noch) sehr sehr weit geraten, vor allem die Ärmel. Nach einem radikalen Waschgang in der Waschmaschine bei 40° C ist die Jacke zwar geschrumpft, kommt mir aber noch immer sehr weit vor!
Vielleicht muss ich da nochmal ran oder ich trage grundsätzlich immer Blusen darunter.









Ich wünsche Euch allen einen schönen Ostersonntag. Vielen Dank an Sylvia und Luise, die den FJKA auf dem MeMadeMittwoch organisiert haben.

LG
Angela




Mittwoch, 5. April 2017

Tuuli Kleid

Das Motto des heutigen MeMadeMittwochs lautet "Frühlingserwachen".
Deswegen zeige ich heute mein erstes in diesem Frühling genähte Kleid bei frühlingshaftem Wetter.

Ja, ich musste es auch unbedingt tun: Das Tuuli-Kleid von Named nähen. Nachdem ich so schöne Exemplare z.B. von Nina, Monika, Yvonne und Sandra, um nur einige zu nennen, bewundert habe.


Ich hatte noch einen dunkelblauen Stoff vom Maybachufer in ausreichender Menge in meinem Vorrat. Na ja, nicht ganz ausreichend, denn ich hätte gerne noch einen Gürtel genäht, aber dafür war am Ende dann doch nicht genügend übrig.
Der Stoff ist sehr dunkelblau, fast schwarz und leicht meliert. Das läßt sich auf den Fotos leider nicht so gut darstellen.







Wie viele andere schon beschrieben haben, ist die Größenfindung nach der Maßtabelle etwas kniffelig. Ich hätte wohl doch eine Größe kleiner nehmen können. Ich werde das Kleid mal probeweise tragen und dann eventuell nochmal anpassen.

 




Ich habe das Oberteil etwas verlängert, die Teile gedoppelt, in die Taillennaht ein Gummiband eingenäht, die Säume von Hand angenäht und die Rocklänge so belassen. Das war´s. Ansonsten gibt es zum Nähprozeß nichts Besonderes zu berichten. Das Kleid läßt sich wirklich gut an einem Nachmittag nähen.






Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich das Kleid so im Alltag bewährt. Danach entscheidet es sich für mich immer erst, ob ich unbedingt noch mehrere Varianten brauche.

Die Frage beim heutigen Motto-Tag auf dem MMM-Blog, ob sich der Frühling auf unser Nähverhalten auswirkt, kann ich ganz klar mit "Ja" beantworten. Sobald es draußen wärmer wird, habe ich nämlich keinen Antrieb mehr dicke Stoffe zu verarbeiten. Ich räume zu dieser Zeit auch immer meinen Kleiderschrank um und miste bei der Gelegenheit gleich ein bißchen aus. Das sind dann meistens Kleidungsstücke, die ich den ganzen Winter nicht einmal getragen habe oder Kleidungsstücke für den Sommer, die mir so gar nicht mehr gefallen. Es sind in letzter Zeit natürlich auch vermehrt selbstgenähte Teile dabei, die ich entsorge, bei denen mir die Trennung natürlich etwas schwerer fällt als bei Kaufkleidung. Aber es ist trotzdem eine Befreiung, wenn ich anschließend in meinem Schrank eine kleinere aber feinere Auswahl an Kleidungsstücken habe, die ich wirklich mag und gerne trage.

Wie immer bin ich sehr gespannt, was Ihr heute auf dem MeMadeMittwoch zeigt.


LG
Angela


Mittwoch, 29. März 2017

Trench Luzerne

Deer and Doe hat in diesem Frühjahr gleich drei neue Schnittmuster herausgebracht. Eines davon ist der Trench Luzerne:

Bei all meinen Nähprojekten für dieses Jahr möchte ich meine Stoffdiät berücksichtigen. Also kam auch für dieses Projekt nur ein Stoff aus meinem Vorrat in Frage.
Aus dem Stoff wollte ich schon immer einen Trenchcoat nähen, hatte aber leider nur 3 m davon. Deshalb hat er für viele Mantelschnitte nicht gereicht. Für den Trench Luzerne werden zwar auch offiziell 3,50 m benötigt, das ist allerdings sehr großzügig bemessen. Die 3 m haben ohne Probleme gereicht.


Ich habe mir den Papierschnitt aus Frankreich bestellt und dachte eigentlich, dass ich ihn dann nur noch ausschneiden brauche. Leider falsch gedacht, denn zwei Schnittteile liegen auf dem Bogen aufeinander und müssen abgepaust werden. Alle anderen Schnittteile lassen sich allerdings ausschneiden. Ganz so schlimm ist es also nicht.
Das Nähen selbst fängt gleich mit einer Herausforderung an: Die Paspelknopflöcher! Ich habe noch nie welche genäht. Mir ist aber die Vorgehensweise plausibel, weil ich doch schon öfter Paspeltaschen genäht habe.
Es war allerdings gar nicht einfach durchzublicken, auf welches Schnittteil nun die Knopflöcher und auf welche Stoffseite jeweils die Streifen aufgelegt werden. Das hat mich doch einiges an Zeit gekostet.

Danach geht das Nähen zügig voran. Etwas aufwändig, aber nicht schwierig, sind die Schrägbandeinfassungen der Nahtzugaben. Der Trench ist also ungefüttert.





Bei den Gürtelschlaufen musste ich noch etwas mogeln. Eigentlich hätte ich wissen müssen, daß bei den Deer and Doe Schnittmustern die Taille bei meiner Körpergröße von 1,77 m immer 4-5 cm zu hoch sitzt. Das hatte ich z.B. hier erst zuletzt festgestellt, aber im Näheifer wieder völlig verdrängt. Die Taille saß bei dem fertigen Trench jedenfall viel zu hoch. Ich habe dann die Schlaufen einfach nach unten versetzt. Zum Glück sind die seitlichen Taschen so groß, dass ich trotzdem noch bequem die Hände in die Taschen stecken kann.
Den Gürtel würde ich beim nächsten Mal auch auf jeden Fall länger machen. So wie er ist, ist er wirklich sehr mickrig.





Der Mantel sitzt im Oberkörperbereich schon sehr figurbetont. Das muss man wissen. Vielleicht hätte ich doch eine Nummer größer nähen sollen, denn ein etwas dickeres Oberteil werde ich unter dem Mantel nicht tragen können.














Hier nochmal die Innenansicht mit den Schrägbandeinfassungen. Endlich konnte ich etwas von zwei Rollen hellblauem Schrägband, das mal für einen ganz anderen Zweck vorgesehen war, verbrauchen.

Endlich, endlich ist der Frühling im Anmarsch. Deswegen gibt es heute auf dem MeMadeMittwoch Blog bestimmt viel Frühlingskleidung zu sehen.

LG
Angela

Sonntag, 19. März 2017

Frühlingsjäckchen Knitalong 2017 Teil 3


Heute findet ein erstes Zwischentreffen zum Frühlingsjacken Knit-Along 2017 auf dem MeMadeMittwoch statt.

Ich bin ganz gut vorangekommen und habe inzwischen alle Teile fertig gestrickt. Die Bortenentscheidung ist gefallen und ich möchte mich ganz herzlich für Eure lieben Kommentare zur Entscheidungshilfe bedanken!

Ich habe mir jetzt dunkelblaues Ripsband bestellt. Das Band ist aus Baumwolle/Viskose und wirkt deshalb nicht so derb.

Außerdem habe ich beschlossen die Jacke mit einem Stretchfutter zu füttern. Aufs Quilten, wie es für eine Chaneljacke typisch wäre, werde ich aber wohl verzichten. Ich habe das mal an einem Probestück ausprobiert und festgestellt, dass das Gestrickte einfach viel zu elastisch ist und sich dadurch beulen würde. Das Quilten macht wohl nur bei Bouclé-Stoffen Sinn, bei denen die Nähte durch die grobe Struktur des Stoffes unsichtbar werden.



Die Jackenteile sind schon gewaschen, gespannt und getrocknet. Als nächstes will ich sie zusammenähen und das Futter einnähen (wahrscheinlich von Hand).
Für die Knöpfe habe ich mich noch nicht 100% ig entschieden. Ich tendieren aber momentan zu den Knöpfen links im Bild. Was meint ihr?



Tja, und weil ich mit meiner Jacke so gut vorangekommen bin und mich das Chanelfieber gepackt hat, werde ich noch ein zweites Jäckchen anfangen.
Bei ravelry habe ich eine Anleitung für eine andere chanelartige Jacke entdeckt. Sie heißt "Chanel Blues". Sehr schöner passender Name! Anleitung und Design stammen von Jutta von Hinterm Stein.

Um auch bei diesem Projekt meine Wolldiät zu berücksichtigen, werde ich wiederum Wolle aus meinem Vorrat verwenden:

Es ist ein hellblaues leicht meliertes Garn aus der Hamburger Wollfabrik. Die Jacke wird in einem Stück von oben nach unten gestrickt. Die linke Seite ist außen. Die Blenden, bestehend aus einer Art unregelmäßigem Rippmuster, werden mitangestrickt.
Der heutige verregnete Sonntag ist genau richtig, um gemütlich auf dem Sofa zu sitzen und die Jacke anzustricken.

Wie weit die anderen Teilnehmerinnen des FJKA 2017 sind sind seht ihr hier.

LG
Angela

Mittwoch, 15. März 2017

Bluse Bruyère

Ich freue mich ja schon so auf den Frühling! Endlich wird es wärmer. So sehr ich ja meine überwiegend selbstgestrickten Pullover mag, so sehr freue ich mich auch jedes Jahr auf meine selbstgenähten Blusen.

Eine echte Lieblingsbluse ist meine karierte Bruyére von Deer and Doe. Ich habe sie schon letztes Jahr genäht. Der Stoff ist ein sehr dichter Blusenstoff, fast so dick wie Flanell, aber sehr glatt. Es war ein Spontankauf beim Mahler in Hamburg.




Wenn ich die Bluse noch einmal nähe, werde ich die Taille wohl etwas tiefer setzen.


Beim Stoffzuschnitt habe ich mich um Symmetrie bemüht, was nicht ganz einfach ist, da das Karomuster asymmetrisch ist.




Die Deer & Doe Schnittmuster finde ich echt klasse. Die Paßform ist bis auf minimale Änderungen super. Dank der tollen Anleitungen kann man beim Nähen eigentlich nichts falsch machen.



Heute beim MeMadeMittwoch zeigt uns Sybille eine tolle Latzhose und viele andere Nähbegeisterte, was sie so Selbstgenähtes tragen. Immer wieder schön und spannend!

LG
Angela

Montag, 13. März 2017

Stoffdiät 2017 - Update März

Dem Aufruf von Küstensocke zur Stoffdiät 2017 im Januar sind viele Nähbloggerinnen gefolgt. Während es im ersten Treffen um die Bestandsaufnahme und die Vorstellung der Diätziele ging, treffen wir uns jetzt im März, um vom persönlichen Zwischenstand zu berichten und darüber, wie wir mit ungeliebten Stoffen verfahren.

Ich habe ja all meine Stoffe im Bullet Journal erfasst und hatte mir für den ersten Diätabschnitt vorgenommen keine Stoffe zu kaufen. Tja, und was soll ich sagen? Ich habe es tatsächlich geschafft!!!
Zugegebenermaßen liegt es wohl auch daran, dass bei uns dieses Jahr ein Umzug geplant ist. So ein Vorhaben kostet im Vorfeld schon viel Energie, die mir dann fürs Nähen fehlt. Und Zeit und Muße für Stoffeinkäufe hatte ich auch nicht.
Ich habe mir trotzdem vorgenommen als grobe Hausnummer zwei Teile pro Monat zu nähen. Das ist momentan auch gut machbar. Wenn die heiße Phase des Umzugs einsetzt, werde ich eine Nähpause einlegen und dann in meinem neuen Nähzimmer (statt Nähecke auf dem Dachboden wie bisher) durchstarten!

Im Januar/Februar habe ich diese Teile genäht:

Bouclé-Jacke Vogue 8804


Blazer Nähtrends


Jeanskleid Knipmode



Blazer Lady Grace (ein Geschenk für meine Mutter)


Meine Bilanz sieht so aus:

              70 m      Lagerbestand Januar 2017

minus      0 m      (Boucléjacke war ja ein UFO)
minus      2 m      (Blazer Nähtrends)
minus      2 m      (Jeanskleid)
minus      1,5 m   (Lady Grace Blazer)
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aktuell     64,5 m

immerhin sind 5,5 m abgebaut und es ist kein neuer Stoff dazugekommen.

Da ich schon letztes Jahr Stoffe, die mir nicht mehr gefielen verschenkt oder bei Nähtreffen auf den Tauschtisch gelegt habe, habe ich in meinem Stoffbestand zum Glück keine ungeliebten Stoffe mehr.

Nachhaltiges Nähen ist nach wie vor ein großes Thema für mich. Ich möchte weniger nähen, mir dafür aber mehr Zeit lassen bei der Schnittauswahl und der Überlegung, welche Teile ich für meine Garderobe wirklich brauche und welche ich tatsächlich auch trage. Ansonsten wäre das Problem nur in den Kleiderschrank verlagert, weil sich dann darin ungeliebte Teile befänden, die ich dort wieder ausmisten müßte.

Ich weiß immer noch nicht, wie ich während der Diätphase mit Stoffkäufen umgehen soll. Ob ich die "Nulldiät" noch ein zwei Monate oder bis zum nächsten Treffen durchhalten kann?

Ich möchte eigentlich erstmal so wie bisher ohne Plan weitermachen und hoffe mal ganz naiv, dass ich in der nächsten Zeit mangels Umzugsstreß nicht in die Versuchung kommen werde....

LG
Angela


Sonntag, 5. März 2017

Frühlingsjacken Knit-Along 2017 Teil 2


Dieses Wochenende gab es hier im Norden immerhin schon einen klitzekleinen Vorgeschmack auf den Frühling, endlich Temperaturen im zweistelligen Bereich und etwas Sonne.

Auch mein Strickprojekt für den Frühlingsjacken Knit-Along ist auf dem Vormarsch. Heute findet das zweite Treffen auf dem MeMadeMittwoch statt.

Ich habe mich nach der Maschenprobe gleich für die blau melierte Wolle entschieden und losgelegt. Die anderen Farben habe ich gar nicht mehr ausprobiert. Ich bin beim Stricken ganz gut voran gekommen und habe das Rückenteil und das linke Vorderteil fertig.


Üblicherweise stricke ich danach das rechte Vorderteil, bin aber ein bißchen ins Stocken geraten, weil ich noch nicht weiß, welche Borte ich verwenden werde. Da ich die Borte gerne aufnähen würde, hängt der Abstand der Knopflöcher, die ja jetzt beim rechten Vorderteil mitgestrickt werden, von der Breite der verwendeten Borte ab.







Mit der Borten-Entscheidung tue ich mich noch schwer. Ich könnte eine Borte selbst herstellen. Das habe mal ausprobiert (im Bild oben in der Mitte): Ein ca. 2 cm breiter Streifen gestrickt im Perlmuster. Die Alternative wäre ein fertiges Band aufzunähen. Momentan tendiere ich zu einer dunkelblauen Einfassung mit einem gekauften Band. Ich würde aber kein Schrägband verwenden wie im Bild oben links und rechts, sondern ein Ripsband.
Was findet ihr besser???

Ich habe mir Ripsband in blau bestellt und will schauen, wie das tatsächlich aussieht.




Es gibt von Claire Shaeffer ein tolles Buch, das sich ausschließlich mit der Einfassung von Chaneljacken befaßt. Da sind viele tolle Anregungen für selbstgemachte Borten enthalten.



Ich habe beschlossen, zunächst die Ärmel zu stricken. Das rechte Vorderteil stricke ich dann halt am Schluss, wenn ich mich entschieden habe, ob und wie ich die Kanten einfasse.


Bei heutigen Treffen fragt uns Sylvia welche Anleitungen wir bevorzugen, Zeitschriften, Bücher oder lieber aus dem Internet? Und ob wir uns stur an die Anleitung halten oder die Anleitung eher als grobe Vorlage nehmen?

Es gibt ja unendlich viele Strickzeitschriften. Aber sehr, sehr, sehr selten gefällt mir ein Modell wirklich. Deswegen besitze ich kaum Strickzeitschriften bzw. kann man sie fast an einer Hand abzählen. Es sind nämlich nur zwei von Kim Hargreaves (North und Indigo) und zwei von Kate Davies (Colours of Shetland und Yokes), wobei das eigentlich ja schon fast Strickbücher sind.
Fast alle meine Anleitungen finde ich deshalb im Internet.
Ich halte mich sehr gerne stur an die Anleitung. Deswegen schätze ich die englischen Anleitungen so sehr, weil da jede Reihe gezählt wird. Ich schreibe mir alle Reihen auf einen Block und hake auch jede Reihe, wenn ich sie gestrickt habe, ab.

Nun werde ich mal den ersten Ärmel anschlagen. Die Übelegungen zum Frühlingsjackenstricken und die ersten Fortschritte der anderen gibt es hier

LG
Angela