Sonntag, 26. Februar 2017

Frühlingsjacken Knit-Along 2017 Teil 1

Ich habe mich sehr über die Ankündigung zum Frühlingsjacken Knit-Anlong 2017 auf dem MeMadeMittwoch gefreut. Er wird, wie schon der Herbstjacken Knit-Along 2016, von Sylvia und Luise begleitet. Vielen Dank an Euch beide für die Organisation!!!!


Vor kurzem bin ich auf ein Video im Netz gestoßen, in dem eine gestrickte chanelartige Jacke vorgestellt wird. In dem Video wird zwar lediglich am Anfang die fertige Jacke gezeigt und anschließend nur das Strickmuster vorgeführt. Mir reicht das aber als Inspiration.

 

Bei dem Muster handelt es sich um ein Webmuster, das aus gehobenen Maschen und linken und rechten Maschen besteht.


Ich möchte mir so eine Jacke unbedingt stricken!!!

Beim Jackenschnitt werde ich mich an meinen eigenen bereits gestrickten Jacken orientieren. Ich möchte sie aber etwas taillierter stricken als die Jacke im Video.

Da ich mir für dieses Jahr neben der Stoffdiät auch gleich eine Wolldiät verordnet habe, will ich bei der Auswahl der Wolle auf meinen Vorrat zurückgreifen. Diese Garne kommen in die engere Auswahl:


Momentan tendiere ich sehr stark zu der blau/pink melierten Wolle im Bild unten rechts. Ich habe auch schon eine Maschenprobe angefertigt:

 


In dem gezeigten Video werden anschließend längs und quer Fäden durch die Maschen gezogen, um den Webeffekt zu verstärken. Ich habe das mal ausprobiert, bin mir aber noch nicht sicher, wie und ob ich das tatsächlich machen werde.

Die fertige gestrickte Jacke möchte ich aber auf jeden Fall mit einer Borte oder einem Weband einfassen. Und ich denke darüber nach die Jacke anschließend noch zu füttern. Solche Überlegungen lasse ich immer gerne während des Entstehungsprozesses reifen.

Der Zeitplan des Knit-Alongs klingt ganz gut und machbar. Folgende weitere Treffen sind geplant:

05. März: Konkrete Planung
19. März: Erstes Zwischentreffen
02. April: Zweites Zwischentreffen
16. April: Finale


Auch wenn es hier im Norden bislang alles andere als frühlingshaft ist, meine Sehnsucht nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen ist da und das Stricken einer Frühlingsjacke stärkt meine Vorfreude.

Ich bin schon auf die Ideen der anderen Mitstrickerinnen gespannt. Diese werden auf dem MeMadeMittwoch gesammelt.

LG
Angela

Mittwoch, 25. Januar 2017

Tweedjacke Nr. 2


Beim heutigen MeMadeMittwoch zeige ich meine neue Tweedjacke. Sie ist mein letztes Strickprojekt, das ich 2016 noch fertiggestellt habe.



Zu diesem Strickprojekt wurde ich durch meine eigene Jacke inspiriert, die ich letztes Jahr schon gezeigt habe. Es ist das Modell Touch aus dem Heft North von Kim Hargreaves. Ich habe dieses Mal allerdings nur eine Garnfarbe verwendet.
Aus der Kombination aus der leicht fransigen Wolle mit dem Muster mit Hebemaschen entsteht eine Tweedoptik. Die Wolle stammt vom letzten Lagerverkauf der Hamburger Wollfabrik. Da gibt es ja immer die Container mit den Mischgarnen. Mein Einkaufskorb war eigentlich schon randvoll und ich wollte dann mal langsam zur Kasse, als ich diese Wolle entdeckt habe. Sie musste einfach mit, weil ich sie für dieses tweedartige Muster ideal fand!



Die Knöpfe habe ich bei Kurzwaren-Berger in Stuttgart ausgesucht. Ein so toller Laden mit einer supertollen Beratung und einem riesigen Knopfvorrat mit sehr geschmackvollen Knöpfen. Den Laden gibt es ja schon ewig, aber ich habe ihn erst jetzt entdeckt! In meiner Jugend bin ich dauernd an dem Schaufenster vorbeispaziert und er hat mich nicht im geringsten interessiert. Erst durch die Berichte vom Nähbloggertreffen in Stuttgart wurde ich aufmerksam. Ich hätte nie gedacht, dass sich hinter dem unscheinbaren Schaufenster wahre Schätze verbergen.


Meine erste Tweedjacke war einfach zu groß und ich habe sie mit der Overlock radikal verkleinert.
Die jetzige Jacke habe ich gleich zwei Nummern kleiner gestrickt.












Hier geht es zum heutigen MeMadeMittwoch, bei dem Dodo uns heute einen Waxprintrock mit passender Strickjacke vorstellt.

Samstag, 21. Januar 2017

Stoffdiät 2017

Küstensocke ruft zur gemeinsamen Stoffdiät 2017 auf. Da möchte ich unheimlich gerne mitmachen.

Küstensocke hat ja schon 2016 diätet. Ich habe die Stoffdiät interessiert auf ihrem Blog verfolgt. Je öfter ich darüber las und je größer mein eigenes Stofflager wurde, desto dringender wurde mein Wunsch auch eine Stoffdiät zu machen. Also habe ich im Juli 2016 mit einer Inventur begonnen, meine Stoffe aus meinem Stofflager vermessen und in meinem Bullet-Journal dokumentiert. Es kamen 88 m zusammen.


ABER:
Ich war nicht ganz konsequent und habe doch Stoff nachgekauft. Die Gelegenheiten waren einfach zu verlockend. Da war z.B. der Sonderverkauf bei René Lezard während der AnNÄHerung Süd in Würzburg, die Nähnerdklassenfahrt in Berlin mit Besuch am Maybachufermarkt und bei Stoff und Stil. Und es gab ein paar weitere Gelegenheiten, bei denen ich als Shoppingbegleitung ohne Kaufabsicht in Stoffläden geriet und den Laden ohne Stoff zu kaufen dann doch nicht verlassen konnte. Also alles schicksalhafte Gegebenheiten.....
Da ich ein schlechtes Gewissen hatte, ließ die Dokumentation in meinem Bullet-Journal nach.

Trotzdem belastet mich mein momentaner Stoffberg und ich sehe keinen Sinn dahinter noch mehr Stoff zu kaufen und zu horten. So sieht es momentan aus:

 
Ich habe alle Stoffe noch einmal neu erfaßt. Sieht jetzt gar nicht nach so viel aus. Es sind aber 70 m!
Meine Statistik mache ich wieder analog in meinem Bullet-Journal:


Meine Motivation:
Ich möchte nachhaltiger nähen. Am Anfang meiner Nähkarriere sind viele Kleidungsstücke entstanden, die dann doch nicht zu mir, zu meinem Alltag, zu meinem Stil oder zum Rest meiner Garderobe gepaßt haben. Auch wenn es immer ein bißchen weh tut Selbstgenähtes zu entsorgen,  habe ich mich schon von vielen Kleidungstücken, die einfach nicht mehr zu mir passten, getrennt. Andererseits habe ich Stücke genäht, die mir auch im dritten oder vierten Tragejahr noch gefallen.
Das Gute ist, je länger ich nähe, desto mehr solcher Stücke entstehen. Und dies möchte ich unbedingt weiter führen.

Meine Regeln:
1. Bis März 2017 gar keinen Stoff kaufen. Ausgenommen sind Futterstoffe und Einlagen, denn ich möchte beim Nähen keine faulen Kompromisse machen. Ende März werden ich mir Regeln für den Stoffkauf 2017 ausdenken.

2. Den Verbrauch dokumentieren

3. Auch den Schnittmusterkauf im Auge behalten. Ich habe so viele Schnitte gesammelt, außerdem stapelweise Nähzeitschriften. An Schnittmustern mangelt es jedenfalls nicht. Zumindest möchte ich bevor ich ein neues Schnittmuster kaufe, in meinem Fundus nachsehen.

Welche Stoffe möchte ich unbedingt vernähen?
Meine 70 m Stoff beeinhalten 38 verschiedene Stoffe. Eigentlich möchte ich sie alle vernähen.
Anfang des Jahres, nachdem die Feiertagsträgheit abgeklungen war, hatte ich einen Energieschub und habe als erstes ein UFO beseitigt: Meine vor einem Jahr begonnene Bouclé-Jacke. Ich wollte sie ganz nach Claire Shaeffer von Hand nähen. Das ist mühsam und dauert. Mir ist letzes Jahr irgendwann leider die Geduld ausgegangen. Jetzt habe ich mich mit etwas Abstand dem Projekt noch einmal gewidmet, teilweise Änderungen vorgenommen und die Jacke tatsächlich fertig gestellt (Tragefotos folgen noch):


Momentan arbeite ich an einem schwarzen Jeanskleid. Geplant sind zwei Ginger-Jeans, Blazer aus der Nähtrends, eine weitere Bouclé-Jacke, ein Holyburn, Bruyère-Blusen...mal sehen.

Neben der Stoffdiät werde ich noch eine Wolldiät machen. Hier warten 11 Projekte auf mich!


Ich freue mich auf die Aktion. Vielen Dank an Küstensocke für die Idee und die Organisation. Die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen werden auf ihrem Blog verlinkt.

LG
Angela

Mittwoch, 11. Januar 2017

Vogue Cabanjacke

Das heutige Motto des MeMadeMittwoch lautet "Lieblingskleidung 2016".

Mir geht es so, dass ich vor dem Nähen meistens hoffe, daß das geplante Stück ein Lieblingsstück wird.
Denn wenn man bedenkt wieviel Mühe wir Hobbyschneiderinnen uns geben, um ein Kleidungsstück entstehen zu lassen: Planung, Schnittsuche, Stoffkauf, das eigentliche Nähen, anprobieren, ändern, fluchen, improvisieren etc.

Manchmal merke ich schon beim Nähprozeß, dass ich gerade wohl eher einen Kompromiß herstelle und nicht unbedingt ein Lieblingsstück.
Aber manchmal läuft es einfach: Der Stoff entpuppt sich tatsächlich als Glücksgriff, weil er sich klasse verarbeiten läßt. Die Anleitung ist spitze und das Nähobjekt erfordert wenig bis gar keine Anpassung.

So etwas ist selten, ist mir aber bei meiner Vogue-Cabanjacke passiert, die als drittes Projekt im Rahmen des Wintermantel-Sewalongs 2016 kurz nach dem Finale fertig wurde. Und hier kann ich sie heute zeigen als wirkliche Lieblingskleidung:




Es handelt sich um das Schnittmuster Vogue 1467.










Den Stoff habe ich bei Stoffe.de bestellt. Beschrieben wurde er als "Wollflanell" aus den Bestandteilen Schurwolle, Kaschmir und etwas Polyamid. Ich habe ihn bestellt, weil ich eigentlich vorhatte damit eine Jacke zu füttern. Als der Stoff ankam, war mir schnell klar, dass er als Futter nicht geeignet ist, da viel zu dick.


Wenn es sich vermeiden läßt, verzichte ich gerne auf Schulterpolster. Bei dieser Jacke habe ich mich allerdings für Schulterpolster entschieden. Die Jacke saß einfach besser.






Ich habe die Jacke tatsächlich teilgefüttert, so wie es die Anleitung vorsieht. Ich war einfach neugierig, weil ich so ein Teilfutter noch nie genäht habe.
Das Schrägband wird aus dem Futter hergestellt. Damit versäubert man dann die sichtbaren Nähte. Vorteil gegbenüber einem vollständigen Futter? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht!




Ich freue mich auf den ersten MeMadeMittwoch 2017 und auf ein neues Nähjahr. Ein paar Gedanken, wie ich das gestalten möchte, habe ich mir schon gemacht, Vorsätze sind gefaßt, denn ich liebe Pläne, Mottos und Listen, aber dazu an anderer Stelle mehr.



LG
Angela



Mittwoch, 23. November 2016

Jeanskleid und Zelda

Eine bekannte Modemarke hat dieses Jahr ein schwarzes Jeanskleid im Programm, das mir außerordentlich gut gefällt. Ich konnte mich erinnern, dass es in der Knipmode schon einmal ein ähnliches Kleid gab.
So habe ich meine alten Hefte durchgeblättert und bin in der Ausgabe von 8/2012 tatsächlich fündig geworden. Im Rahmen meines Stoffabbaus bin ich auf einen weißen Jeansstoff aus meinem Stofflager gestoßen. Manchmal ist man ja selber wie vernagelt. Ich wußte nicht mehr für was genau ich diesen Stoff gekauft hatte. Arbeitshosen? Tischdecke? Kurzerhand habe ich den Stoff schwarz gefärbt, wollte ihn aber noch nicht anschneiden. Daher habe ich mich erstmal  für ein Probekleid aus einem beigen Jeansstoff entschieden, aus dem mal eine Hose werden sollte.






Bei dem Kleid näht man eine Bluse und einen Rock und fügt dann beides mit einem Bund zusammen.



Außerdem möchte ich noch mein neues (und erstes selbstgestricktes) Tuch Zelda von Truly Myrtle vorstellen.

Ich stricke ja sehr viel und auch schon lange: Pullover, Jacken, Schals, Socken. Aber ein Tuch zu stricken war für mich Premiere. Jetzt habe ich auch endlich mal das Prinzip (oder zumindest ein Prinzip) des Tücherstrickens verstanden. Man beginnt bei dem Zelda-Tuch nämlich in der Mitte und nimmt in jeder Reihe am Rand Maschen auf. Durch Hebemaschen entsteht außerdem noch ein schöner Rand.



Das Tuch ist ganz einfach zu stricken. In der Anleitung ist wirklich jede Reihe beschrieben. Zunächst wird einfach glatt rechts abwechselnd mit beiden Farben gestrickt. Das Muster am Rand ensteht wieder durch Hebemaschen. Ich habe die Wolle Lang Yarns Baby Alpaca verwendet. Das Tuch ist warm, aber ganz leicht und kratzt vor allem nicht.








Mit dem Kleid nehme ich am heutigen MeMadeMittwoch teil. Nina zeigt uns heute ein ganz tolles Bleistiftkleid!

LG
Angela


Sonntag, 13. November 2016

Wintermantel Sewalong 2016 - Finale

Ich habe den diesjährigen Winterjacken Sewalong des MMM genutzt, um meinen bisher nur aus Kaufjacken bestehenden Kleiderschrank aufzustocken. Als erstes habe ich Anfang Oktober diese Kurzjacke aus der burdastyle 10/2016 genäht. Dank viel Nähzeit und netter Gesellschaft bei der Annäherung Süd in Würzburg wurde sie auch sehr schnell fertig.


Die Innenknöpfe, die noch fehlten, nun ja, sie fehlen noch immer, obwohl ich die Jacke schon sehr oft getragen habe.

Die Jacke ist eher eine Herbstjacke für Temperaturen über 10°.

Ich habe die Jacke um eine Bündchenbreite, also um ca. 6 cm verlängert, ansonsten aber nur kleinere Ärmelkorrekturen gemacht. Leider sind im Ärmelbereich noch kleine unschöne Fältchen, die will ich noch beseitigen.







Und dann habe ich als zweites Projekt den Peppernoot Coat von Waffle Patterns genäht.




Da der Stoff eigentlich für einen Wintermantel viel zu dünn ist, habe ich ihn zunächst komplett mit einer fadenverstärkten Einlage bebügelt.
















Ich habe auf den Außenstoff eine wattierte Membran genäht und ihn mit einfachem Futter gefüttert.
Der Mantel ist dadurch wirklich winddicht. Ich hatte ihn nämlich dieses Wochenende in Berlin bei der Nähnerdklassenfahrt an! Und dort war es wirklich eisig. Mit einem neu gekauften Schal vom Maybachufer war der Mantel aber warm genug.


Die Mantelfotos habe ich schon letzes Wochenende gemacht. Ich bin gerade eben erst aus Berlin zurück und noch ganz erfüllt von dem schönen Wochenende in Berlin. Es war so toll, viele schon bekannte Nähnerds wiederzutreffen und neue kennenzulernen. Jetzt werde ich mich aber erstmal zum MeMadeMittwoch verlinken und nach den Mänteln der anderen Teilnehmerinnen des Wintermantel Sewalongs schauen.


LG
Angela


Sonntag, 30. Oktober 2016

Herbstjacken Knitalong 2016 - Finale

Zum Finale des Herbstjacken Knitalongs von Luise und Sylvia kann ich tatsächlich eine fertige Jacke präsentieren. Vielen Dank nochmals an Euch beide für die Organisation des Knitalongs. Es war eine sehr schöne Inspiration und ein toller Austausch von "Fachwissen" rund ums Stricken.

Tja, Dank Nadelstärke 5,5 und einer sehr guten Anleitung konnte ich meine Ramona Cardigan sehr zügig stricken.






Beim letzten Treffen wurde ich ja nochmal zur Knopfwahl beraten. Vielen Dank für Eure Kommentare. Sie haben mich bestärkt, keine Holzknöpfe zu verwenden.


Ich habe mich für graue Knöpfe entschieden, die ich noch im Vorrat hatte.
Ich werden aber weiterhin Ausschau nach Knöpfen halten, denn diese sind mir etwas zu klein. Größere würde etwas besser passen.







Mit der Paßform bin ich einigermaßen zufrieden. Ich habe die Größe M gestrickt und finde, dass die Jacke sehr groß ausfällt. Sie sitzt anders als die Jacke, die auf der Anleitung abgebildet ist, weniger figurbetont. Auch das Bündchen wirkt bei meiner Jacke vergleichsweise schmal.



Aber ich werde die Jacke sowieso immer mit einem T-Shirt darunter tragen. Dann ist es sogar besser, wenn sie nicht ganz so eng sitzt. Die Wolle ist nicht unbedingt weich, aber schön warm.

Die Fotos habe ich schon letztes Wochenende im schönsten Herbstsonnenschein gemacht. Aber auch heute kommt gerade die Sonne zum Vorschein. Dann kann ich die Jacke gleich mal beim Spaziergang testen. 

Die Blogbeiträge über die Jacken der anderen Teilnehmerinnen werden bei Luise gesammelt. Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.

LG
Angela